Ich erinnere mich noch gut an den Moment der Entscheidung: Raus aus dem Büro – rein in die Hundetrainer-Welt. Selbstständigkeit im Tierberuf, das klang so aufregend und zugleich wahnsinnig in meinen Ohren.

Es war eine Befreiung und ein Paukenschlag. Mit einem Mal fühlte sich alles ganz klar an und ich stürzte mich in mein Abenteuer. Endlich frei, endlich selbstbestimmt! 

Kurze Zeit später traf mich die Angst mit ähnlicher Wucht. Wenn ich Angst habe, werde ich besonders aktiv. Ich versuche mit aller Macht dagegen an zu arbeite. Keine gute Idee, denn …

… wenn Du dauernd gegen die Strömung schwimmst, geht Dir schnell die Puste aus.

Heute lasse ich Dich an meinen größten Learnings teilhaben – Setze Du sie direkt um und wiederhole meine Fehler nicht!

Baue Dir einen finanziellen Puffer auf

 

Hand auf’s Herz – Wieviel Geld benötigst Du im Monat um zu leben und Dich und Deine Familie zu versorgen? Weißt Du nicht?

Dann solltest Du Dir das JETZT durchrechnen und anfangen Rücklagen zu schaffen, die Dich alle Deine Verpflichtungen für min drei besser sechs Monate zahlen lassen.

Diesen finanziellen Puffer nennen wir „finanzielle Unabhängigkeit“. Sie sorgt dafür, dass Du nicht in blinde Panik verfallen wirst, wenn es nicht gleich rund läuft.

Sie sorgt dafür, dass Du selbstbestimmt agieren kannst und zum Beispiel nicht jeden Auftrag annehmen musst, auch wenn er Dir nicht schmeckt. Selbstbestimmtheit ist doch sicher auch bei Dir einer der Gründe, weshalb Du die Selbstständigkeit im Tierberuf anstrebst?

Die finanzielle Unabhängigkeit ist ein wichtiger Baustein für Deine Selbstbestimmtheit!

Vergiss dabei nicht Dinge wie, z.B. Deine Berufshaftpflicht, Deine Krankenkasse, Deine Rentenversicherung etc.

Oh ja, ich habe es ohne diese Rücklagen geschafft und kenne noch viele andere. Jedoch wäre es mit besser, schneller und vor allem mit weniger Angst und faulen Kompromissen vorwärts gegangen.

Überlege Dir ein Finanzsystem auf und eliminiere unnötige Kosten

 

Weihnachten kommt immer so plötzlich, oder? Genauso ist es mit den Zahlungen für Finanzamt, Versicherungen und Co.

Schaffe Dir ein Finanzsystem mit dem Du regelmäßig anteilig für all diese Zahlungen Rücklagen bildest. Auch für Deinen Lohn – so kannst Du Dir mittelfristig Monat für Monat die selbe Summe auszahlen, auch wenn die Einahmen stagnieren.

Mein Favorit für ein solches System ist „Profit First“. Es gibt jedoch auch andere Wege. Wichtig ist nur, dass Du es machst. Sprich mal mit Deiner Steuerberaterin/Deinem Steuerberater – vielleicht bekommst Du hier gute Unterstützung?

Gleichzeitig prüfe Deine Finanzen, wo haben sich nötige Kosten eingeschlichen. Gibt es den Handyvertrag oder die Versicherungen mittlerweile günstiger? Gehst Du eh seit Monaten nicht mehr ins Fitnesscenter?

Das Durchforsten Deiner Verträge sorgt nicht nur dafür, dass Du Dir eine Menge Geld sparen kannst und so schneller einen Puffer hast – es sorgt auch dafür, dass der Puffer nicht mehr so riesig sein wird.

Nimm 50% der eliminieren Kosten und spare sie in Deine Puffer – die anderen 50% gehören Dir. Wenn Du Dir nämlich nicht hin und wieder etwas gönnst, wird Dir schnell die Puste ausgehen.

Eine hauptberufliche Selbstständigkeit im Tierberuf ist schlichtweg einfacher, wenn Du es schaffst, Deine Kosten zu minimieren OHNE dabei in einen Mangel zu rutschen. 

Suche Dir ein Thema aus und werde zur Expertin

 

Hast Du ein besonders Thema oder ein Steckenpferd? Dann sorge dafür, dass die Welt es weiß. Wenn Du die Spezialistin in Deinem Gebiet bist, wird es für Dich einfacher Reichweite und Sichtbarkeit zu erlangen.

Überlege Dir mal, für was Du mehr Geld ausgeben würdest, wenn Du ein konkretes Problem lösen möchtest: Für den Allrounder, der alles ganz gut kann oder für den Spezialisten, der es – soweit es lösbar ist – sicher löst?

Aus Angst davor potentielle Kunden zur verschrecken, stellen wir uns oft viel zu breit auf. Damit werden wir zum Allrounder und sind an jeder Stelle schnell ersetzbar.

Keine Sorge, das heißt nicht, dass Du die nächsten Jahre nur eine Krankheit behandeln wirst oder nur ein Thema bearbeiten darfst.

Es geht darum zügig sichtbar zu werden und Vertrauen bei Deiner Zielgruppe aufzubauen. Die meisten anderen Themen werden dennoch immer wieder bei Dir landen.

Überarbeite Deinen Wunschkunden und Deine Angebote

 

Je besser Du Deine Zielgruppe kennst, desto eher kannst Du für sie passende Angebote entwerfen, die auch gebucht werden.

Nimm Deine bestehende Kundschaft doch mal unter die Lupe:

Mit wem arbeitest Du richtig gerne? Welche Eigenschaften besitzen diese Menschen?

Frage sie konkret, was sie an Deiner Arbeit schätzen, warum sie bei Dir Kunde sind. Frage auch, welche weiteren Angebote sie sich wünschen würden und was Du verbessern kannst.

Recherchiere noch einmal gewissenhaft: Was sind die Herausforderungen vor denen Deine Kunden stehen und wie kannst Du ihnen konkret helfen?

Höre gut hin, die Wünsche Deiner Zielgruppe und das Kennen der selbigen, sind ein wichtiges Puzzleteil für Dein Gelingen! In meinem Blogartikel zum Thema „Wunschkunden“ findest Du wichtigen Input dazu. 

Schaffe Dir eine Tagesstruktur für Deine Selbstständigkeit im Tierberuf

 

„Wenn ich erst aus meinem Job raus bin, habe ich genug Zeit für meine Selbstständigkeit im Tierberuf“ – PUSTEKUCHEN!

Wenn Du Deine Zeit nicht gut verwaltest, ist sie schneller weg, als Dir lieb ist. Zeit und Geld sind die beiden Ressourcen, die nicht übrig bleiben, wenn man sie nicht spart.

Teile Dir Deine Zeit gut ein! Wann bist Du besonders produktiv? Welche Zeit und Aktivitäten brachst Du um Dich richtig zu erhole und zu regenerieren? Zu welchen Zeiten möchtest Du mit Deinen Kunden arbeiten?

Schaffe Dir schnell Routinen und Rituale, die Dich gar nicht darüber nachdenken lassen, wie Du morgen in den Tag startest oder wann Du zum Sport gehst.

Ansonsten zerrinnt der Tag in Deinen Fingern und am Abend ist nie alles erledigt, was Du schaffen wolltest.

Lege Dir einen guten Tagesplan fest und denke dabei auch an Zeitfenster zum Planen, Strukturieren und Besinnen. Du wirst diese Kapazitäten brauchen! Mir helfen die durch „The One Thing“ geschaffenen Strukturen sehr!

Reflektiere, reflektiere, reflektiere – und suche Dir Unterstützung

 

Du kommst nicht voran? Es stagniert? Du zeigst Meideverhalten, sogenannte Aufschieberitis, an bestimmte Dingen? Die wunderbare Julia Lakaemper hat einen tollen Artikel zum Thema Aufschieberitis geschrieben – Schau mal vorbei!

Mache es Dir bewußt und siehe genau hin. Was sind das für Dinge, was widerstrebt Dir daran? Warum trittst Du auf der Stelle?

Und dann:

Ziehe Konsequenzen und hole Dir jemanden an Deine Seite, der Dich unterstützt!

Das kann jemand sein, der Dich anleitet, coacht oder begleitet. Eine Mastermind-Gruppe oder ein Netzwerk zum Austausch und zur Ideenfindung.

Oder aber ein Freelancer, der z.B. Deine Webseite pflegt etc.

Mache nicht den Fehler, dass Du alles alleine machen willst, weil Du es JA eigentlich kannst.

Sobald Du Deine Zeit stattdessen mit Kunden füllen oder an anderen wichtigen Aspekten füllen kannst, macht es keinen Sinn mehr Dich damit zu quälen. Weder finanziell, noch unternehmerisch!

Du darfst „NEIN“ sagen!

Es gibt Anfragen da weiß man im Prinzip im Vorfeld, dass es nicht gut gehen wird bzw. Das man selber nichts daraus mitnehmen wird.

Wenn jedoch gerade Angst und Sorgen Dein Handeln bestimmen, wirst Du bei Dingen zustimmen, die Dich nicht weiterbringen und Dir lediglich Deine Energie rauben.

Gerade zu Beginn wird es Dir schwer fallen Anfragen abzulehnen. Nimm Dir unbedingt die Zeit und gebe Dir die Erlaubnis jede Anfrage zu prüfen, oben sie zu Dir und Deinem Vorhaben passt und sie ansonsten abzulehnen!

Denn Du bist bestimmt auch auf dem Weg in die Selbstständigkeit im Tierberuf, weil Du selbstbestimmt handeln und frei sein willst, oder?

Möchtest Du eine Route als Wegweiser, welche Schritte Deine Selbstständigkeit voran bringen? Dann melde Dich hier an und hole Dir meine „Route zum Erfolg in der Tier-Selbstständigkeit“.*KLICK!*

Berichte mir doch, welche Schritte Du noch gegangen bist, ehe Du den großen Sprung gewagt hast!