Tier-Selbstständigkeit: Noch nie gab es so viele Selbstständige, wie heute.

Der Trend der Selbstständigkeit boomt. Dabei lasten doch so viele negative Aussagen an der Selbstständigkeit. Selbstständig im Tierberuf scheint nahezu unmöglich, wenn man sich die Ausrufe der Unken anhört.

„HundetrainerIn – ist das überhaupt ein Beruf – Kann man davon leben?“

Oh ja, man kann und das gilt nicht nur für Hundetrainer, sondern auch für die vielen anderen tollen Berufe, wie Tierheilpraktiker, Tierphysiotherapeut etc.

Als Selbstständige/r im Tierberuf kannst Du erfüllt, selbstbestimmt und glücklich leben!

Es kommt bloß nicht alles von alleine.

Persönlichkeitsentwicklung, Planung und eine Menge Arbeit, stehen auf dem Programm. Als Selbstständige/r wirst Du Dich mit Dingen beschäftigen, von denen Du vorher keine Ahnung hattest – vor allem mit Dir selber. Hast Du dazu Lust?

 

Bevor Du loslegst: Informiere Dich über Deinen Beruf der Tier-Selbstständigkeit!

Ich weiß gar nicht, wie viele Ausrufezeichen ich hinter diesen Punkt setzen möchte, so wichtig ist er.

Für jede Tier-Selbstständigkeit gibt es Besonderheiten. Dadurch, dass unsere Berufe nicht vollständig anerkannt und staatlich geregelt sind, befindest Du Dich bei Deiner Gründung in einer speziellen Situation.

Kein Berater kann alles wissen. Es ist an Dir, Dich zu informieren, die erhaltenen Informationen zu sortieren und einzustufen.

Das ist der wesentlichste Bestandteil Deiner Tier-Selbstständigkeit: Du trägst die Verantwortung für Dich, Dein Handeln, Deinen Erfolg!

Informiere Dich z.B. darüber:

  • ob Dein Finanzamt Dich als gewerblich oder freiberuflich einstuft
  • ob Du rentenversicherungspflichtig bleibst
  • welche Genehmigungen (z.B. Veterinäramt) Du benötigst
  • welche Aufgaben verpflichtend (Buchhaltung, Archivierung von Daten, Steuererklärung etc.)

Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich on- und offline zu informieren.

Die IHK & VHS Deiner Region bieten bestimmt einmal Existenzgründer-Tage an.

Häufig haben auch die Städte und die Wirtschaftsgremien ein Angebot für Gründer und Starter.

Es gibt tolle Webseiten, die sich mit der Gründung beschäftigen. Es gibt private Coaches, Berater und Mentoren. Es gibt Mentoren-Programme, wie z.B. Mentor.me. Nutze das alles, um ausgiebig und zielorientiert zu recherchieren.

Gerade für die speziellen Dinge Deines Berufsstandes kann Dir Dein Ausbildungsinstitut oder ein Berufsverband sicher besser weiterhelfen, als der Gründungsberater.

Erstelle eine Strategie für Dein Vorankommen

Hast Du schon einen Idee für Deine Tier-Selbstständigkeit? Prüfe unbedingt im Vorfeld, ob Deine Idee für andere Menschen wertvoll ist und, ob sie Dir im Gegenzug auch eine Wertschätzung in Form von Bezahlung leisten wollen.

Ein Business Plan kann ein guter Einstieg sein. Unser Favorit ist das Business Modell Canvas. Es gibt Dir eine gute Übersicht über Deine Gedanken und Ideen, Deine Möglichkeiten und Chancen.

In einem anderen Artikel stellen wir Dir das Business Modell Canvas noch gesondert vor. Abonniere unseren Newsletter und erfahre prompt, wenn er online ist. Bis dahin hilft Dir Dr. Google gerne weiter.

Das Business Modell Canvas schaut sich die wesentlichen Aspekte Deiner Unternehmensstrategie an. Klingt eine Nummer zu groß für Dich? Ist es aber nicht. Es macht nichts anderes, als schematisch darzustellen:

  • Welche Menschen möchtest Du mit Deinen Angeboten erreichen? Wer ist Deine Zielgruppe, Dein Wunschkunde?
  • Welche Nutzen liefert Dein Angebot ihnen? Welche Probleme und Herausforderungen löst Du? Wie machst Du ihr Leben schöner? Was sind sie bereit dafür zu zahlen?
  • Was sind die Stärken und Schwächen Deiner Selbstständigkeit?
  • Welche Partner brauchst Du?
  • Wie kannst Du Deine Produkte /Dienstleistungen anbieten und verkaufen?
  • Welche. Ressourcen (Zeit, Geld, Arbeitsmittel etc.) sind dafür notwendig?

Nur, wenn Du es schaffst ein Angebot zu entwickeln, das Du gerne anbietest, das Mensch & Tier einen Nutzen bringt und für das Menschen bereit sind, zu bezahlen, kann Deine Selbstständigkeit erfolgreich sein.

Genau um das herauszuarbeiten ist Deine Strategie Dein Fundament!

Hierbei kannst Du Dir wunderbar Hilfe und Unterstützung holen – nicht nur bei uns (z.B. im Gruppenprogramm für Starter), sondern auch z.B. bei den o.g. Angeboten.

Nimm Dir Zeit für Dich!

Ich meine hier nicht Deine sogenannte „Work-Life-Balance“, sondern Deine persönliche Weiterentwicklung. Nimm Dir Zeit zu lesen, zu reflektieren und Dich mit Dir auseinanderzusetzen.

Ernsthaft betriebene Selbstständigkeit ist eine echte Herausforderung für Dich. Wie oft stehen wir uns selber im Weg? Wie oft versperren uns selbstaufgelegte Hürden die Sicht auf die Möglichkeiten?

Du wirst Dich selber Sätze sagen hören, wie: „Das kann ich nicht machen, dann…“ Solange Du die Schuld und Verantwortung bei anderen suchst und siehst, bleibt es schwer.

Stelle Dich Dir und Deiner Verantwortung!

Du wirst Blockaden, Ängste und Sorgen haben, die es zu überwinden gilt, damit Du ein erfülltes, klares Leben führen kannst und die Motivation aufrecht bleibt. Das Gefühl der Klarheit ist es wert! Kennst Du es, dass Du voller Leichtigkeit, Freude und Energie bist? Genau das geschieht, wenn Du Deine Blockaden löst!

Ein schöner Nebeneffekt: Wenn Du das fühlst, strahlst Du es auch aus und wirst anziehender für die Menschen, die Du erreichen willst. Wer will sich schon von einem Miesepeter unterstützen lassen?

Die Arbeit an Deiner Tier-Selbstständigkeit ist immer eine Mischung aus Strategie und Mindset. Sie sind verwoben wie eine Hexentreppe und nur, wenn Du Dich beiden widmest, kann es voran gehen und Deine Selbstständigkeit mit Dir wachsen!

Wenn Dich das Thema Mindset interessiert, schau doch mal bei Julia Lakaemper vorbei. Sie ist bei uns mit dem Thema für unsere Kunden und Kundinnen als Expertin zu Gast.

Schaffe Dir ein motivierendes Umfeld

Du brauchst keine Unken an Deiner Seite, sondern Menschen, die Dich unterstützen. Idealerweise freuen sie sich für Dich, wenn Du Erfolge feierst. Sie motivieren Dich, wenn Du gerade ein wenig ins Schleudern kommst und sie leiten Dich an, zu reflektieren, wenn Du Dich gerade verrennst.

Deine Freunde und Familie verstehen Deine Beweggründe und Veränderungen vielleicht nicht. Sie machen sich Sorgen, weil das, was Du tust für sie unvorstellbar wäre. Das sind ihre Probleme – mache sie nicht zu Deinen!

Suche Dir für jede Unke an Deiner Seite mindestens einen motivierenden Gleichgesinnten, der ähnliche oder größere Ziele hat, und der Dir vielleicht sogar schon ein paar Schritte voraus ist.

Gebe in dieses Umfeld, was Du geben kannst. Sei wertschätzend, gebe Feedback und Ideen – nur, weil jemand anders weiter ist, heißt das nicht, dass er nicht auch von Dir profitieren kann.

Wünscht Du Dir ein solches Umfeld? – Dann komm in unseren NetzWerkRaum und lasse Dich bis zur nächsten Öffnung auf die Warteliste setzen!

Plane Zeit zum Planen ein

Die Verlockung ist so groß, Deine Planung zu vernachlässigen.

Eine Planung schreit nicht nach Dir, eine Planung bringt in dem Moment kein Geld und vielleicht siehst Du darin erst einmal nicht besonders viel Sinn.

Doch ohne Planung und Strategie wird der Traum der Tier-Selbstständigkeit schnell zur Falle!

Nimm Dir regelmäßig, am besten täglich etwas Zeit, um Dich zu besinnen und herauszufinden, was das wirklich Wichtige ist. Viel zu schnell überrumpeln Dich Dinge, die scheinbar keinen Aufschub dulden. Einmal im Strudel der Dringlichkeit gefangen, wird es immer schwerer, sich freizuschwimmen!

Wann immer Du merkst, dass Du denkst: „dafür habe ich keine Zeit“, ist es dringend Zeit innezuhalten, zu reflektieren und zu planen.

Machst Du etwas, was Dich wirklich Deinen Ziele näher bringt?

Ist es etwas, was für Dich wirklich wichtig ist?

Was fällt dafür hinten rüber, ist das wirklich weniger wichtig?

Ich habe feste Planungszeitfenster und nehme mir bewusst Auszeiten, um zu reflektieren und meine Planung darauf zu überprüfen, ob sie noch zu meinen Zielen passt – oder meine Ziele noch zu mir und meiner Planung. Die Dinge dürfen sich ändern!

Kommen Querschläge und Anfragen, kann ich sie einfach prüfen: Passen sie in meine Planung, bringen sie mich weiter oder halten sie mich auf?

Daraus resultiert mein „JA“ oder „NEIN“. Manchmal nehme ich auch Dinge an, die mich aufhalten, dann aber bewusst, weil ich es will und nicht, weil ein Strudel mich mitreißt!

Suche Dir Unterstützung für Deine Tier-Selbstständigkeit

Im Übrigen, damit ich so klar fokussiert bin, habe ich mir eine moderierte Mastermind und damit ein motivierendes gleichgesonnenes Umfeld gesucht!

Du siehst, auch ich gönne mir Unterstützung und investiere dafür gerne Monat für Monat Zeit, Geld und Energie! Ich reise regelmäßig, um „meine Masterminderinnen“ zu treffen und stehe in stetigem Austausch mit ihnen.

Warum ich mir diese Art der Unterstützung gesucht habe?

Mit anderen UnternehmerInnen habe ich Menschen an der Seite, die ähnliche Herausforderungen meistern, aber andere individuelle Perspektiven haben. Sie erweitern meinen Horizont.

Warum ich mich für eine moderierte und geleitete Variante entschieden habe?

Eine Mentorin, die nicht nur einen Weg kennt, sondern sich über jeden Deiner Erfolge so freut, als wäre er ihrer, Dich also nicht limitiert, sondern Dir Flügel wachsen lässt, ist mir persönlich eine Menge wert! Suche Dir daher unbedingt einen Mentor/eine Mentorin, die Deine Herausforderungen kennt, die einen ähnlichen Weg schon gegangen ist, und die Dir Aufwind gibt.

Der zweite Grund: Ich habe keine Lust auf Kaffeeklatsch! Ich möchte vorankommen! Das bedeutet nicht, dass wir uns nicht auch über anderes austauschen, aber die berufliche Weiterentwicklung steht im Fokus.

Wünschst Du Dir auch ein solches Umfeld? Dann kontaktiere mich, wenn Du mich als Mentorin möchtest. Am besten buche Dir jetzt ein kostenfreies Vorgespräch und lasse uns gemeinsam sehen, welches Format das richtige für Dich ist ,und, ob wir zusammen passen.

Bin ich nicht die richtige Unterstützerin für Dich: Ws gibt mittlerweile eine ganze Menge Angebote – für Tierberufler, für Frauen, für spezielle Marketingthemen.

Rechne nicht mit stetigem Fortschritt und Wachstum

Deine Selbstständigkeit wird aus Fort- und Rückschritten bestehen. Du wirst schwierige Phasen haben und einfache. Phasen die Spaß machen und Phasen, die weniger Freude machen. Das ist ganz normal!

Umso wichtiger ist es, dass Du von Beginn an dafür sorgst, dass Du in schwierigen Phasen guten Beistand und Puffer hast.

Je besser Du planst und nach Deinen Plänen agierst, je mehr Unterstützung Du Dir suchst und je mehr Du die Verantwortung für Dein Tun übernimmst, desto bereichernder wird es.

Plane Rückschritte ein, damit Du nicht frustriert bist. Sorge dafür, dass sie Dich nicht hart treffen, indem Du vorsorgst und vor allem:

Bleibe am Ball – Du machst es für Dich und visiere immer den nächsten Schritt an!