Kennst Du das, dass Du manchmal vor Aufgaben stehst und Dir fallen 37 Gründe ein, weshalb Du das ja eigentlich unbedingt mal machen willst, solltest oder könntest, nur gerade jetzt ist es ungelegen, weil …

Wir kennen das sehr gut! Witzigerweise fällt es mir nicht schwer, ein Seminar zu geben oder einen Vortrag vor vollem Haus zu halten. Wenn Du mich aber zu einem Facebook-Live oder einer Webinaraufzeichnung ohne Zuschauer befragst, bekomme ich da dieses komische Gefühl im Magen und mir fallen ganz viele Gründe ein, weshalb das zwar grundsätzlich natürlich total sinnvoll, wichtig und gut ist, aber bitte doch nicht jetzt, weil das Licht gerade nicht passend ist, das Mikro nicht gut genug, oder … oder … oder.

Welche solcher Situationen kennst Du? Wann wird es Dir ein wenig bang und flau? Oft sind es gerade die wichtigen Dinge, – die Dinge, die uns weiterbringen würden – die dieses Gefühl verursachen.

Prüfe, warum Du raus aus Deiner Komfortzone solltest

Bevor ich meine Komfortzone verlasse, prüfe ich schon sehr genau, warum und wieso diese Aufgabe für mich wichtig sein könnte. Das solltest Du auch tun. Wenn sie es jedoch ist, dann lege los!

Damit ich mich nicht selber betuppe, was die Einordnung der Aufgabe angeht, habe ich ganz klare Kriterien. Jede Aufgabe, die mich meinen Zielen näherbringt, ist es definitiv wert, meine Komfortzone zu verlassen.

Trainiere Deine Grenzen zu überwinden

Das Verlassen der Komfortzone ist etwas, dass Du trainieren kannst. Hier erfährst Du meine Tipps dafür:

Einfach machen!

Klingt doof, ist aber für mich das Beste! Nicht lang nachdenken, einfach loslegen. Am besten sofort oder zu einem Termin, für den ich nicht lange Vorbereitungszeit habe. Sonst mache ich mich viel zu bekloppt. Und ja, es stimmt: Je öfter Du es machst, Deine Komfortzone ein wenig verlässt und den Schweinehund in den Garten zum Buddeln schickst, desto einfacher wird es. Das Gefühl hinterher ist im Übrigen großartig!

Verbindlichkeit schaffen!

Menschen sind verschieden. Deswegen teste gerade hier aus, was Dir gut tut. Mir hilft es, wenn ich ein wenig Verbindlichkeit schaffe und damit den Druck erhöhe. Ich erzähle jemandem, dass ich es ab sofort tue, ich plane ein öffentlich sichtbares Datum – was auch immer! Wichtig ist mir nur, dass es damit schwieriger für mich wird, neue Ausreden zu finden.

Atmen & Achtsamkeitsübungen!

Kennst Du Achtsamkeitsübungen? Mir helfen sie ungemein. Meine liebste Übung ist die, dass ich mich an einen wunderbaren Ort erinnere. An einem davon durften wir 2016 in Schweden einige Zeit verbringen. Es war ein wunderschöner Ort der Stille, mitten in nahezu unberührter Natur an einem See. Ich habe mich an unserem ersten Abend dort in die Sonne auf einen Stein im Wasser gesetzt, die Füße baumeln lassen, gelauscht, gerochen und genossen. Der andere Ort, den ich nutze, ist die aufbrausende Nordsee an einem stürmischen Tag in meiner alten Heimat. Je nach Situation erinnere ich mich an einen dieser beiden Orte. Der eine still und warm, der andere wild und laut – beide unendlich schön. Ich schließe die Augen, stelle meine beiden Füße fest hüftbreit auf den Boden und dann atme ich. Durch die Nase ein und durch den Mund aus – mindestens 5 tiefe Atemzüge. Glaube mir, ich höre das Meer und schmecke die salzige Luft oder spüre die warme Sonne auf der Haut. Wichtig ist, dass Du dies übst. Ich nutze oft meine kleine Pomodoro-Pause für diese Übung am offenen Bürofenster. Falls Du Pomodoro noch nicht kennst, abonniere doch unsere kleine kostenfreie E-Mail-Serie zur Aufschieberitis oder schau Dir dieses kleine Video von mir an:

Schweinehund-Aufgaben

Duschst Du gerne warm? Schlenderst Du lieber den Berg hinauf und meidest Anstrengung? Schiebst Du bei Absagen gerne Ausreden vor und erkrankst an Magen-Darm oder ähnliches? Hältst Du höflichen Small-Talk, statt jemandem klar zu sagen, dass Du solche Gespräche lästiger als alles andere findest?

Oh ja, wir alle haben solche kleinen, fiesen Punkte! Nimm Dir einen und überwinde Dich. Übe Dich darin, mal den scheinbar unangenehmen Weg zu gehen und lasse Dich überraschen, was passiert! Solche kleinen Aufgaben sorgen dafür, dass Du lernst, Dich zu überwinden und vor allem spürst, wie gut das tun kann! Dazu möchte ich eine kleine Geschichte erzählen.

Als Mensch im Tierberuf kennst Du es sicher:

Wo immer Du aufkreuzt und man Deinen Beruf kennt, ist sicher jemand dabei, der mit Dir über sein Tier sprechen will. Ich arbeite wirklich gerne mit Tierhaltern, aber manchmal möchte ich auch einfach nur für mich sein und mich um mich drehen. So beispielsweise, wenn ich zum Sport gehe. Gerade dort lauern aber oft die Small-Talk-Fallen. Wie oft bin ich direkt hineinspaziert in diese kleinen lästigen Unterhaltungen über Hasso und Frauchens Probleme. Mein Fazit: Ich begann seltener zum Sport zu gehen, bis ich merkte, dass das die schlechteste Lösung war. Also los, lieber Schweinehund, geh Du mit Hasso spielen, ich schnappe mir Hassos Frauchen. Beim nächsten Sporttermin war der Entschluss gefasst: HEUTE NICHT. Die Sportstunde war um, ich packte meine Sachen, da kam sie um die Ecke: „Du Anne, weißt Du, was Hasso getan hat?“. Und ehe sie noch ansetzen konnte, antwortete ich: „Nein, das weiß ich nicht – ich möchte es aber jetzt auch nicht wissen. Das hier ist meine Freizeit und ich will sie genießen. Wenn Du mit Hasso an dem Problem wirklich arbeiten möchtest, rufe mich doch bei Gelegenheit an und vereinbare einen Termin. Einzelstunden wären ratsam.“ Ich nannte ihr Preis und Vorlaufzeit, wünschte ihr einen schönen Tag und ging. Dreimal habe ich noch ähnlich reagieren müssen, seither kann ich meinen Sport wieder genießen. Im Übrigen, etwa sechs Monate später hat sie mich als Trainerin gebucht und nun arbeiten wir fleißig gemeinsam zu vereinbarten Zeiten.

Solche Geschichten und Beispiele gibt es zuhauf! Sicher hast Du auch welche. Sie sind wertvoll und wichtig, wir lernen an ihnen und wir wachsen an daran.

Probiere es aus – wir sind gespannt auf Deine Resultate & Berichte.

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